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Dienstags bei Morrie - die Lehre eines Lebens.

„Jedes Ende ist auch ein Neuanfang. Wir wissen es nur nicht immer.“


„Als er erfährt, dass sein ehemaliger Professor Morrie Schwartz schwer erkrankt ist und bald sterben wird, beginnt der Journalist Mitch Albom seinen Lehrer regelmäßig zu besuchen. Und er, der meinte, dem Sterbenden Kraft und Trost spenden zu müssen, lernt stattdessen dienstags bei Morrie das Leben neu zu betrachten und zu verstehen.“


Der Klappentext des Buches beschreibt die Handlung dieser wahren Geschichte, die sich Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zugetragen hat.

Der 1997 erschienene Roman ist viel zitiert, um Menschen im Schmerz der Trauer und auf der Schwelle zur anderen Seite Trost zu spenden und neue Sichtweisen auf Leben und Tod zu eröffnen. Neue Perspektiven und ein kleines Licht in der Dunkelheit, das mit der Zeit

immer heller zu leuchten vermag, sind in den Zeilen der berührenden Geschichte zu finden.

Einer der meistzitierten Sätze des Romans sind sicherlich die philosophischen Worte:


„Wenn du lernst, wie man stirbt, dann lernst du, wie man lebt.“.


Und so ist diese schöne Geschichte über Leben und Tod nicht nur als Anregung zu verstehen, wie wir in vollen Zügen leben können, bevor wir sterben. Auch auf die Fragen, die wir uns auf den Tod vorbereiten können, wenn er anklopft und wie wir mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen können, finden sich hier wertvolle Antworten.


In der 1999 erschienenen Verfilmung des Buches spielt Jack Lemmon die Rolle des Professors Morrie Schwartz. Für die letzte Rolle seines Lebens gewann er den Emmy und wurde für den Golden Globe Award nominiert.

Diese Begebenheiten verleihen der ohnehin wahren Geschichte noch mehr Tiefe.


"Durch die Konfrontation mit dem Tod streifst du all das unnütze Zeug ab und konzentrierst dich auf das Wesentliche... Du siehst alles mit ganz anderen Augen.“

Das gilt sowohl für Hinterbliebene, wie für Menschen, die den Tod vor Augen haben.


Und so endet diese Buch- & Film-Empfehlung mit einer Passage aus Mitch Alboms Roman, die gleichermaßen zum Nachdenken über das eigene Leben & Sterben anregen möchte:


„… In der Geschichte geht es um eine kleine Welle, die auf der Oberfläche des Ozeans entlang hüpft und unglaublich viel Spaß hat. Sie genießt den Wind und die frische Luft, bis sie bemerkt, dass vor ihr noch andere Wellen sind, die alle an der Küste zerschellen.

´Mein Gott, das ist ja schrecklich´, sagte die Welle. ´Wenn ich mir vorstelle, was mir passieren wird!’.

Da kommt eine andere Welle vorbei. Sie sieht die erste Welle, die grimmig dreinschaut, und fragt: Warum siehst du so traurig aus?´

Die erste Welle sagt: ´Du verstehst überhaupt nicht, was los ist! Wir werden allesamt an der Küste zerschellen! Wir, alle Wellen, werden nicht mehr sein! Ist das nicht schrecklich?’

Die zweite Welle sagt: ´Nein, du verstehst nicht. Du bist nicht eine Welle, du bist ein Teil des Ozeans.´


Buchempfehlung:

Mitch Albom

Dienstags bei Morrie

Goldmann Verlag

ISBN 978-3-442-45175-3

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